Antrag auf Einrichtung eines Testareals für Tiny Houses

Häuser auf Rädern, die man nach ein paar Jahren in der einen an den Haken hängen und in die nächste Stadt mitnehmen kann - diese Idee ist für immer mehr Menschen interessant. Kleine Häuser sind derzeit ein großes Trendthema. Sogenannte Tiny Houses machen das Wohnen auf engstem Raum attraktiv. Die Mini-Häuser sind flexibel, vergleichsweise günstig und finden auch in Deutschland immer mehr Anhänger. Tiny Houses sind fest auf einen Anhänger montiert, können also an jedem Ort aufgestellt werden und haben Küche, Wohnen, Bett und Bad. Die BMA-Fraktion möchte für Ahlen eine sogenannte Tiny-House-Siedlung ausgewiesen wissen.

Pro Wohneinheit, meist fahrbare, individuell gestaltbare Kleinhäuser, rechnet man zwischen 150 und 200 Quadratmeter Grundstück. Das kann die Stadt dann vermieten oder verpachten. Es gibt deutschlandweit relativ viele Anfragen - besonders von älteren Menschen. Diese suchen innenstadtnahe Flächen als Wohn-Alternativen. Für die noch sehr junge Wohnform werden in Dortmund zwischen 30 und 50 und in Hannover sogar bis zu 400 Plätze geschaffen, erklärt die BMA in einer Pressemitteilung. „Gewünscht wird als Gesamtergebnis die Identifizierung und entsprechende Überplanung eines geeigneten städtischen Grundstücks, um für diese neue Wohnform auch ein Angebot in Ahlen zu schaffen", begründet BMA-Fraktionsmitglied Martina Maury-Thülig den Antrag ihrer Fraktion. Ziel des Antrages sei es, neuen Formen des nachhaltigen und energieeffizienten Wohnens Raum zu geben, damit diese sich entwickeln können. Die BMA möchte, dass die Erstellung und Nutzung von flächenschonendem und bezahlbarem Wohnraum erstmalig auch in Ahlen ermöglicht werde. Maury-Thülig: „Viele Menschen möchten mittlerweile preiswert auf kleinem Raum leben. Die Erfahrung bei der Planung und Umsetzung einer solchen Siedlung kann Antworten auf derzeit aktuelle sowie zukunftsfähige Fragen geben (z.B. Energieeffizienz, Ressourcenschonung, Umweltverträglichkeit, Recycling, etc.)".