Hausärztliche Versorgung

Die bürgerliche Mitte Ahlen sorgt sich um die hausärztliche Versorgung der Ahlener Bürger. Daher beantragt sie, die Stadtverwaltung zu beauftragen, umgehend eine Bedarfsplanung für die medizinische Versorgung Ahlens bis 2031 zu erstellen. Weiterhin soll geprüft werden, ob die Stadt Ahlen ein kommunales Medizinisches Versorgungszentrum betreiben kann.

Der Weg ein eigenes medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) zu betreiben steht Kommunenbereits seit 2011 offen. Im Jahr 2015 wurden mit dem GKV-Versorgungsstärkungsgesetz die Gründung eines MVZ dadurch erleichtert, dass keine unterschiedlichen Fachrichtungen in einem MVZ mehr angesiedelt werden müssen.

„Auch in Ahlen sind in den letzten fünf Jahren zahlreiche Arztpraxen geschlossen worden. Die Anzahl der Vollzeitäquivalente ist um 10% gesunken, bei gleichzeitig steigender Bevölkerungszahl“ so die BMA in der Begründung Ihres Antrags. „Als Folge dieser Entwicklung wird es für die Ahlener Bürger immer schwieriger einen Hausarzt zu finden.“ so die BMA weiter.

Gesundheit gehört neben Mobilität, Wohnen, Bildung, Energie, Wasser und Abfall zur Daseinsfürsorge, für die die Verwaltung einer Kommune zuständig ist. Mit einem MVZ als Eigenbetrieb oder Anstalt öffentlichen Rechts, könnte die Stadt Ahlen Ärzte anstellen, denen der Mut zur Selbstständigkeit fehlt, um die hausärztliche Versorgung in Ahlen langfristig zu sichern. Hier steht Ahlen in Konkurrenz mit anderen kleinen und mittelständischen Städten, wenn es um die Ansiedlung von Ärzten geht. „Der frühe Vogel fängt den Wurm“, so Fraktionsvorsitzender Matthias Bußmann. „Daher sollte Ahlen

Vorreiter sein, wenn es um gute Bedingungen für Hausärzte geht, um diese in Ahlen anzusiedeln oder sogar anzustellen!“

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